Risikomanagement
Risikomanagement ist Kernkompetenz im Einkauf und zählt zu den strategischen Erfolgsfaktoren.
Der 15M-Risk-Cube strukturiert das Risikomanagement im Einkauf nach drei Dimensionen. Damit werden Einkaufsrisiken handhabbar:
1. Dimension Entscheidungsebenen:
Die Steurerung von Risiken innerhalb der einzelnen Entscheidungsebenen des Einkaufs ist sehr unterschiedlich. Entsprechend der 15M-Architektur werden die Ebenen Gesamteinkauf (Top-Risiken), Supply.Märkte (Warengruppen), Lieferanten und Prozesse differenziert. Beispielsweise unterscheidet sich das Lieferanten-Risikomanagement deutlich vom Management der Top-Risiken.
2. Dimension Ansätze im Risikomanagement:
Es werden drei grundsätzliche Herangehensweisen im Risikomanagement unterschieden:
- Ursachenorientierter Ansatz: Identifikation potentieller und aktueller Bedrohungen
- Wirkungsorientierter Ansatz: Unabhängig von konkreten Bedrohungen wird analysiert, wo der größte Schaden entstehen könnte
- Steigerung der Krisenfestigkeit: Ressourcen und Kompetenzen entwickeln, um Krisen gut zu überstehen
3. Dimension Risikoarten:
Es werden neun Hauptkategorien von Risiken (Tier 1-Risikoarten) unterschieden, Versorgungsrisiken, Ausfallrisiken, Kostenrisiken, Qualitätsrisiken, Know-How und Inovationsrisiken, Finanzrisiken, Nachhaltigskeits- und Compliance-Risiken, Abhängigkeitsrisiken, Leistungsrisiken
Der 15M-Risk-Cube
Sieben Building Blocks im 15M-Risikomanagement
Die sieben Building Blocks sind die Bausteine des 15M-Risikomanagements. Die Building Blocks können einzeln implementiert werden. Die Reihenfolge ist weitgehend beliebig. Gemeinsam ergeben die sieben Building Blocks ein ganzheitliches Risikomanagement im Einkauf. Sie geben den Takt an, wo Sie beginnen und wie schnell Sie Ihr ganzheitliches Risikomanagement aufbauen.
Building Blocks
Die Bausteine des 15M-Risikomanagements.
Top-Risiken -
BB 1 bis BB 3
Steuerung der Risiken auf Ebene des Gesamteinkaufs.
Material- und Marktrisiken
BB 4 und BB 5
Steuerung der Risiken auf Ebene Material und Beschaffungsmarkt.
Vorgehen zum Aufbau des 15M-Risikomanagements
Ideale Vorgehensweise (linke Seite im Bild): Die Implementierung des 15M-Risikomanagements ist Teil der strategischen Transformation des Einkaufs mit der 15M-Architektur. Die 15M-Architektur startet über die Rahmenstrategie mit einer risikoorientierten Reifegradanalyse. Dabei kann die Reifegradanalyse unterschiedlich tiefgehend ausgeführt werden, z. B. einfach nur als Bestandsaufnahme, die sich an den 15 Modulen orientiert, oder professionell mit Ermittlung eines Reifegradscores. Die Identifikation und Priorisierung von Verbesserungspotenzialen stehen in beiden Fällen im Mittelpunkt. In der Rahmenstrategie wird mit den strategischen Stoßrichtungen unter anderem auch festgelegt, welche Building Blocks des Risikomanagements aktuell aufgebaut bzw. fortentwickelt werden.
Vorgehensweise ohne 15M-Architektur (rechte Seite im Bild): Ist kein Interesse an der 15M-Architektur kann das Risikomanagement im Einkauf trotzdem mit dem 15M-Risikomanagement aufgebaut werden. Es wird der Umsetzungsstand der Building Blocks analysiert. Anschließend werden die Verbesserungspotenziale in den Building Blocks priorisiert. Schrittweise können die Building Blocks in der Praxis implementiert werden. Der Aufbau des Risikomanagement-Systems (BB 7) sollte parallel dazu schrittweise vorangetrieben werden.
Insgesamt gilt der Grundsatz: "Es ist einfacher als man denkt: Einfach starten und schrittweise professionalisieren."




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