Building Block 6
Lieferanten-Risikomanagement
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Das ursachenorientierte Lieferanten-Risikomanagement checkt systematisch Bedrohungen, welche die Lieferantenbeziehung betreffen.
Das wirkungsorientierte Lieferanten-Risikomanagementanalysiert den Umsatzausfall, falls ein Lieferant - aus welchem Grund auch immer - ausfällt.
Sinnvollerweise ist das Lieferanten-Risikomanagement mit der Lieferantenbewertung zu verknüpfen. Somit ergibt sich eine 360-Grad-Bewertung des Lieferaten als Basis für die Lieferantenentwicklung und die Lieferantenstrategie.
BB 6: Lieferanten-Risikomanagement
Zentrale Basis für ein gut funktionierendes Lieferantenmanagement ist eine durchgängige Datenbasis, die gleichermaßen die Bewertung und das Management der Lieferanten steuert. Über die Datenbasis kann sowohl das präventive, als auch das reaktive Lieferanten-Risikomanagement bedient werden.
Lieferantendaten stammen aus vielfältigen Quellen beispielsweise: Leistungsdaten aus den ERP-Systemen des Unternehmens, Daten aus SRM-Systemem, Qualitätsdaten, Engineering-Daten, (qualitative) Beurteilungen der Lieferanten in der Lieferantenfreigabe, der regelmäßigen Leistungs- und Potenzialbewertung, sowie externe Quellen, wie Finanz-Ratings, Risikomanagement-Tools oder Nachhaltigkeits-Tools.
Datenbasis: Die unterschiedlichen Daten sollten in einer Datenbasis - dem sogenannten "single point of truth" - zusammengeführt werden. Dabei sind umfangreiche Qualitätschecks und ggf. Bereinigungen durchzuführen. Hohe Datenqualität ist unbedingt anzustreben, trotz des damit verbundenen Aufwands.
Datenmanagement am Beispiel
Lieferanten-Risikomanagement
Anwendungen im Lieferanten-Risikomanagement:
Von dieser Datenbasis aus werden alle Prozesse im Lieferantenmanagement und ebenso auch im Lieferanten-Risikomanagement bedient, sowohl präventive wie auch reaktive Anwendungen (Prozesse siehe Bild).



