Building Block 4 & 5
Materialrisiken steuern
Risiken in Supply Märkten und Lieferketten
Materialien mit hohem Risikopotenzial müssen im Einkauf aufmerksam gesteuert werden. Die Risikoanalyse sollte einfach erfolgen. Sie kann ursachenorientiert sein: Materialien werden nach offenkundigen Bedrohungen klassifiziert (z. B. Material hat Sole Source). Ferner kann die Analyse wirkungsorientiert durchgeführt werden (z. B. Umsatzausfall). Eine Kombination ist möglich (siehe Bild).
Risikocluster: Materialien mit abhängigen Risiken werden als Risikocluster zusammengefasst. Risikocluster sind bespielsweise alle Materialien einer Lieferregion, eines Lieferanten, einer Technologie bzw. mit einem kritischen Rohstoff. Risikocluster sind ebenso besonders aufmerksam im Auge zu behalten.
BB 4: Materialrisiken steuern
Supply-Marktstrategien beschreiben die strategische Ausrichtung in einem Beschaffungsmarkt (=Warengruppe, z. B. Laptops, Motoren, Kabel). Ihre Formulierung erfolgt in der 15M-Architektur in vier Schritten.
Die Risikoanalyse in den Supply-Märkten und den verknüpften Lieferketten ist eng mit der Formulierung der Marktstrategien (= Materialgruppenstrategien) verknüpft. Risikoaspekte werden in allen Teilbereichen der Supply-Marktstrategie beachtet:
- Ziele unter Beachtung von Risiken
- Externe Marktanalyse analysiert die Marktentwicklung und die darin enthaltenen Risiken
- Hebelanalyse betrachtet die Gestaltungshebel (z. B. Zahl der Lieferanten, regionale Verteilung) und die darin enthaltenen Risiken.
- Lieferantenportfolio mit Lieferantenrisiken
BB 5: Risiken in den Supply Märkten und Lieferketten
Die Strategie hat gleichermaßen Risiko-, Leistungs- und Kostenaspekte zu berücksichtigen. Beispielsweise wird die Frage nach Single oder Multiple Sourcing simultan die unterschiedlichen Kompetenzen der Lieferanten, die Kostenkonsequenzen und die verknüpften Risiken betrachten.



